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Mechthild rex-najuch

Selbstwirksamkeit?

Immer wieder werde ich gefragt, was Selbstwirksamkeit eigentlich ist. Für mich bedeutet Selbstwirksamkeit, dass ich selbst in meinem Leben wirke und damit Einfluss auf dieses Leben habe und nehme. Die häufigste Gegenfrage, die dann gestellt bekomme, lautet: Sollte es dann nicht besser Selbstbestimmung heißen?

Nach langem Überlegen bin ich zu folgendem Ergebnis gekommen: Auf gar keinen Fall!

An dieser Stelle möchte ich meine Antwort nachvollziehbar machen. Für mich sind Worte und deren Synonyme oft wegweisend. Auch bei diesen beiden Begriffen war das so.

Wirksamkeit ist ein Wort, das sich auszuloten lohnt. Allein seine Synonyme sind schon beeindruckend: Effekt, Arbeit, Stärke, Erfolg, Leistung, Durchschlagskraft, Schlagkraft, Aktivität oder Geltung. In jedem Fall klingen sie für mich aktiv und dynamisch.

Bestimmung erscheint mir im Verhältnis weniger schillernd. Es geht um eine Regel, der wir folgen müssen oder um den Zweck von etwas. Auch den Wert einer Sache oder eines Verhaltens können wir bestimmen. Sogar den Begriff der Bestimmung im Sinne einer Festlegung, wer oder was wir sein wollen, können wir diesem Begriff unterordnen. Hier bekommt der Begriff eine passive Komponente, eine, die festlegt, die wenig dynamisch ist.

Dann gibt es noch die Bestimmung im Sinne von Schicksal. Hier wird für mich deutlich, dass Bestimmung nicht immer mit dem Begriff SELBST verbunden ist. Wenn es um Selbstbestimmung geht, sind Begriffe wie Schuld und Verantwortung schnell damit verknüpft. Denn wenn ich selbstbestimmt handele, muss ich alles kontrollieren, und zwar jederzeit. Was aber, wenn die Einflüsse von außen dazukommen – wie soll ich die denn bestimmen? Das ist doch unmöglich, oder?

Ja, es stimmt: Immer selbst zu bestimmen wie das eigene Leben verlaufen soll, ist gar nicht so einfach. Aber im eigenen Leben selbstwirksam zu sein sehr wohl. Was auch passiert, es gibt immer etwas, worauf ich einwirken kann oder worauf ich Einfluss habe.

Manchmal ist es nur die Möglichkeit, sich einen Tee zu kochen. Ein anderes Mal kann ich nicht mehr tun, als die Situation aktiv anzunehmen. Im Sinne der Selbstbestimmung wären solche Situationen eher mit der Bewertung von Scheitern verbunden. Bei Selbstwirksamkeit wäre ich offen, eine Wende herbeizuführen.

Beide Begriffe unterscheiden und überschneiden sich.

Selbstwirksamkeit leben zu wollen ist für mich eine Frage der eigenen Entscheidung und der inneren Freiheit. Selbstbestimmt zu sein ist hingegen eine Frage der inneren Grenzen und der äußeren Freiheit.

Aus all diesen Überlegungen heraus ordne ich den Begriff der Selbstbestimmung dem Begriff der Selbstwirksamkeit unter.

Übrigens: Eigene Definitionen zu finden, ist Teil von Selbstwirksamkeit, genauso wie die Möglichkeit, eigene Werte zu erkennen und zu pflegen. In diesem Sinne wünsche ich jedem von uns möglichst viel von beidem.

Auch die Medizin der Zukunft hat mit dem eigenen Bewusstsein und mit Selbstwirksamkeit zu tun. Sie wird ohne die Trennung von Körper und Geist, Energie und Materie auskommen müssen. Mehr dazu kannst du hier lesen.

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