Mechthild rex-najuch

Gute Begleitung ist, wenn es mir gelingt, den Menschen nicht allein zu lassen.

Beratung und Begleitung

Was ist gute Beratung und Begleitung? Diese Frage hat mich lange verfolgt, und schlussendlich ich sie. Neben vielen Theorien und sinnvollen Strategien gibt es für mich inzwischen nur eine Aussage, die wirklich immer zutrifft:

Gute Begleitung ist, wenn es mir gelingt, den Menschen nicht allein zu lassen.

Diese fast trivial wirkende Erkenntnis hat es in sich und fordert mich täglich neu heraus. Viele Menschen verbinden mit einer Beratung Tipps, Tricks und Ratschläge, die ihnen helfen, sich zu orientieren oder die Weichen im eigenen Leben neu zu stellen. Nun ist jeder Ratschlag tatsächlich auch ein Schlag – zwar ein gewünschter, aber eben doch ein Schlag. Nach über drei Jahrzehnten Tätigkeit bin ich unvermeidlich zu der Erkenntnis gekommen, dass Schläge niemals wirklich helfen, sondern den Vermeidungsstrategien des Einzelnen eher Vorschub leisten.

Denn: Schläge ersetzen nicht die persönlichen Entscheidungen, ohne die ein gut empfundenes Leben in der Regel nicht gelingt. Also bin ich Spiegel, eine Reflexionsfläche im wahrsten Sinne. Immer auf der Suche nach den individuell erträglichen Lösungen für Krisenzeiten, biete ich Strategien an, die der Orientierung dienen können und individuell variiert werden.

Neben der Suche nach Ressourcen und Resilienz, also der eigenen Widerstandskraft, biete ich Impulse zu antifragilem Wachstum. Dies meint jenes Wachstum, welches das Leben selbst mit sich bringt, vollkommen unabhängig von Erfahrungen in der Vergangenheit. Das bedeutet: Wir werden nicht stärker, obwohl wir eine Krise durchlebt haben, sondern weil wir sie durchlebt haben oder durchleben. Mit der Krise erweitern wir unsere Werkzeuge und finden eigene Lösungen.

Fertige Strategien sind selten passend, und doch gibt es drei Punkte, die immer stimmen:

1. Empathie ist eine gute Möglichkeit, den Raum zu erschaffen, in dem Lösungen gefunden werden.

2. Die Kultur des Nichtwissens ist die beste Grundlage, neue Wege zu finden.

3. Wir können nur gesunden, wenn wir uns mit uns selbst, miteinander und der Natur verbinden.

Sowohl Einzelpersonen als auch Paare sind in meiner Praxis willkommen.

Noch mehr entdecken

Gemeinsam divergent denken

Beim letzten Mal habe ich über den Stamm der Herzen gesprochen. Heute geht es zunächst noch mal um andere Aspekte eines Stammes: die Regeln. Nicht immer können wir uns aus ganzem Herzen in einen Stamm integrieren. Da wir in ihn hineingeboren werden, kann es eine erhebliche Herausforderung sein, eine Entscheidung für oder gegen ihn zu treffen. Entweder wir passen uns mit der Zeit an, oder wir kämpfen gegen die vorhandenen Regeln. Manchmal führt das auch dazu, dass wir uns von unserem Stamm trennen müssen. Normalerweise sucht man sich dann eine neue Gruppe. Dieser Prozess ist unvermeidlich und die meisten Menschen sind mit ihm vertraut.
Jetzt weiterlesen

Der richtige Stamm

Freitagabend im ICE nach Frankfurt. Es ist leer hier. Einerseits genieße ich den Raum, andererseits fände ich es schön, mit jemandem zu sprechen. Was will ich denn nun? Eine Entscheidung ist gefragt, und es soll die richtige sein. Als Kind und als Jugendliche fand ich es immer schwer, mich zu entscheiden. Eine Welt, die so groß ist und so viele Möglichkeiten bietet, ist gut geeignet, sich darin zu verlieren und Fehler zu machen. Das empfand ich, obwohl ich längst eine geheime Absicht verfolgte – nämlich die, Menschen zu berühren, in jeglicher Weise, und das Leben zu ehren.
Jetzt weiterlesen
ImpressumDatenschutzerklärungUnterstützung