Das Ganze und die Zukunft

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„Das Ganze ist mehr als seine Teile“ ist ein Satz, den die meisten schon mal gehört haben. Doch was hat das mit der Zukunft zu tun?In Zeiten wie diesen, nach der Pandemie, irgendwie noch in der Pandemie, in jedem Fall in ihren Auswirkungen und in der des Krieges in der Ukraine fühlt sich ein positiver Zukunftsentwurf fast absurd an. Und doch bleibe ich dabei: Es gibt ihn und es lohnt sich, ihn zu finden und zu pflegen.

Fühlen oder Denken? – Auf die Mischung kommt es an

Ich höre häufig, wie zwischen Gefühlen und Denken unterschieden wird. Als ich mich 2020 auf die Suche nach einem neuen Zukunftsentwurf gemacht habe, ohne die alten Daten mitzunehmen, habe ich über diesen Unterschied nicht nachgedacht. Für mich ist immer alles zusammen. Und wenn es gelingt, alle Teile in eine Richtung zu bringen, dann kann daraus auf jeder Ebene etwas Großartiges entstehen. Mit dem Blog „Beyond Reality“ bei Kamphausen Media habe ich mich unverdrossen auf den Weg gemacht, die Zutaten einer guten Zukunft zu finden. Da waren verschiedene Kanäle offen –mein Herz, mein Bauchgefühl, mein Staunen und mein Verstand. Alle waren wichtig und keiner war besser.

Das Abenteuer auf unbekanntem Gebiet zu sein

Ich habe mich geöffnet und mich auf das Abenteuer eingelassen, wirklich unbekanntes Terrain zu betreten. Ich habe gefühlt, nachgespürt, beobachtet und gedacht. Mein innerer Werkzeugkasten schien mir klein zu sein und doch erwies er sich als unerwartet reich, weil sich all diese Qualitäten immer wieder vermischt haben. Weil sie zu etwas Ganzem geworden sind. Sie haben sich dorthin entwickelt. Fast ohne mein Zutun. Fast, weil es ohne mich diese Texte nicht gäbe. Und auch deswegen, weil ich sie nicht geplant habe. Ich habe etwas gewagt, was man als Autor eigentlich nicht tun sollte, nämlich über etwas zu schreiben, wovon man keine Ahnung hat. Ein Abenteuer, bei dem ich mich buchstäblich darauf eingelassen über etwas zu schreiben, was ich nicht kennen kann, die Zukunft. Was also war wichtiger? Alles war wichtig und alles hatte eine Bedeutung oder bekam eine.

Hierarchie oder Zusammenhalt?

Für uns als Gesellschaft gilt es offensichtlich andere Qualitäten zu betonen als bisher. Es kann nicht mehr um reines Wirtschaftswachstum gehen. Unsere Zukunft braucht weniger Hierarchie und viel mehr Eigenverantwortung. Wie wenig gut wir das können, haben wir in den letzten zwei Jahren gesehen. Salopp formuliert würde ich sagen, da ist noch Luft nach oben. Zusammenhalt ist auch mit unterschiedlicher Meinung möglich. Doch auch damit sind wir sichtlich aus der Übung. Oder konnten wir es vielleicht noch nie richtig gut?

Zusammenhalten ist unbequem und es gibt Kraft.

Wie können wir uns darauf zurückbesinnen, was sich evolutionär seit Jahrmillionen bewährt hat? Nur wenn alle Teile zum gegenseitigen Vorteil arbeiten, kann das Überleben gelingen. So einfach und doch so schwierig. Als ich alle meine Blogtexte aus „Beyond Reality“ gesichtet habe, um sie in einem Buch zusammenzufassen, wurde mir klar, welche Zutaten es sein können, auf deren Basis sich das entwickeln kann, was ich für eine gute Perspektive halte. Und es sind nicht viele – nur fünf.

5 Zutaten für die Zukunft

Als ich das Buch Zukunft gesucht – Mit der Kraft der Krise in eine neue Welt zusammengestellt hatte, es mit weiteren Texten und neuen Geschichten erweitert hatte, fiel mir auf, dass etwas fehlte. Nämlich die Zutaten, die wir in unserem Werkzeugkasten des Lebens brauchen, um eine gute Zukunft zu erschaffen. Eine, die nicht im Vorfeld alle Probleme lösen kann, die aber offen ist für Lösungen, die sich unterwegs präsentieren. Auch solche, die ungewöhnlich oder unerwartet sind. Erstaunlicherweise waren es nur 5 Zutaten. Bewusstsein. Träume. Menschlichkeit. Aufmerksamkeit.Und Entscheidung. Zu jedem dieser Begriffe hatte ich mit meinen Blogs aus den letzten 2 Jahren etwas geschrieben. Und doch war ich ganz erstaunt, diese zentralen Begriffe vorzufinden. Obwohl, wenn ich genau draufschaue, ist es keine Überraschung.

Veränderung passiert im Kleinen

Was sonst sollte Veränderung hervorrufen, wenn nicht diese grundsätzlichen Qualitäten des Menschseins? Qualitäten, die in einer Haltung münden, die den anderen sieht und die Welt – als das Ganze. Haltbare Veränderung passiert nicht im Großen, sondern sie ist das Ergebnis vieler kleiner Schritte, aus denen irgendwann ein ganzer Weg entsteht. Jeder Schritt lässt mich einen anderen Ausschnitt sehen. Und aus den Ausschnitten formiert sich irgendwann ein Bild. Das Ganze. Als sich mir diese Realität hinter den Blogtexten offenbarte, war meine spontane Reaktion: Klar. Wie sollte es sonst gehen? Wie sonst könnten wir eine Zukunft suchen und sie finden

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